Benekeller

Es war ein langer und schweißtreibender Weg, den wir zu Beginn des Projekts im Jahr 2010 auf uns genommen haben. Nach mehrmaligem Verschieben des Eröffnungstermins ist es uns endlich gelungen, eines unserer größten Vorhaben in den letzten Jahrzehnten abzuschließen. Die Sanierung des Gewölbekellers ist fertig. Bereits 2013 fand die offizielle Eröffnung statt, doch erst in 2014 konnten auch die Restarbeiten erledigt werden.

 

Vor Beginn der Sanierung wurde mit dem Gemeinde- und dem Pfarrgemeinderat eine Finanzierungslösung vereinbart, in der festgelegt wurde, dass die Matieralkosten und nicht selbst zu erledigende Fremdleistungen durch die Gemeinde, bzw. dem Pfarrgemeinderat übernommen werden.

Der Burschenverein verpflichtete sich dafür, sämtliche Arbeiten, die durch Eigenleistung und ohne größere Fachkompetenz ausgeführt werden können, zu übernehmen. Ebenso mussten die Kosten für Verpflegung der Helfer vom Verein übernommen werden.

 

Da sich das Benehaus im Eigentum der Kirchenstiftung (Pfarrgemeinde) befand, mussten auch hier etwaige Belange geklärt werden. Bisher wurden die Energiekosten (Heizöl, Wasser und Strom) je zur Hälfte vom Pfarrgemeinderat und zur anderen Hälfte von der Gemeinde Sommerach übernommen. Die Räumlichkeiten nutzte der Jugendrat, die Kath. Junge Gemeinde, der Burschenverein und die Bücherei. So trat die Gemeinde dafür ein, das komplette Anwesen von der Kirchenstiftung abzukaufen. Ein Beschluss des Gemeinderats vom 19.03.2012 ebnete hierfür den Weg. Seit dem 01.01.2013 ist die Gemeinde nun Eigentümer des Anwesens, Kirchplatz 14 (genannt: Benehaus). Zwischen beiden Parteien wurde ein Nutzungsvertrag aufgesetzt, welcher beinhaltet, dass die Räumlichkeiten weiterhin für die Entfaltung und Entwicklung der Sommeracher Jugend und der Kath. öffentlichen Bücherei genutzt werden müssen, was dem Burschenverein sehr entgegen kommt.

 

Letztendlich übernahm die Gemeinde in drei Jahresraten exakt 15.000,00 € von den insgesamt 18.287,89 € an Material- und Fremdleistungskosten. Der Pfarrgemeinderat möchte dem BV im Frühjahr 2015 die noch verbleibenden 3.287,89 € zukommen lassen. Der BV selbst leistete insgesamt die unglaubliche Anzahl von 1738 Arbeitsstunden. Die Verpflegungskosten betrugen 1.628,25 €. Bei Annahme von 10 € für eine geleistete Arbeitsstunde, würden demnach die Gesamtkosten der Sanierung rund 37.000,00 € betragen.

 

Nachdem nun bereits einige Veranstaltungen im Keller stattgefunden haben, stehen auch schon die ersten Instandhaltungsarbeiten an. Leider konnten unsere Bodenstrahler den Keller nur einmal mit ihrem gemütlichen Licht erhellen, da sich Wasser in den Fassungen gesamelt hat, welches zu einem Kurzschluss führt. Dieses Problem soll in den nächsten Sitzungen der Vorstandschaft besprochen werden.

Die geleisteten Stunden der Vereinsmitglieder wurden stets in deren Freizeit erbracht. Für jeden „Arbeitstag“ notierte ein Mitglied der Vorstandschaft diese einzeln auf sogenannten „Arbeitsnachweisen“. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

 

Biedermann Bernd              10 Std                    Blaß Dominik                     46 Std

Blaß Johannes (Wuschi)       34 Std                   Fiala Philipp                       40 Std

Heinrich Moritz                  5,5 Std                   Helbig Stefan                     2 Std

Kaufmann Julian               64,5 Std                   Koch Richard (*kein BV)     2,5 Std

Kurzmann Felix                 39,5 Std                   Lussert Florian                  49 Std

Münch Andreas                  9,5 Std                    Muth Lukas                     18,5 Std

Neeser Daniel                  110,5 Std                  Pfaff Andreas                   25,5 Std

Pfaff Jürgen                     27,5 Std                   Pfaff Markus                   206,5 Std

Pfaff Matthias                 261,5 Std                  Pfaff Maximillian            118,5 Std

Pfeufer Marcel                 80,5 Std                    Pfister Julian                  10,5 Std

Richter Christian             12,5 Std                    Sauer Julian                     14,5 Std

Sauer Kilian                       7 Std                      Schlereth Michael               8 Std

Steffen Raphael                15 Std                      Straßberger Peter              15 Std

Straßberger Stefan          92,5 Std                    Then Alexander                  79 Std

Then Manuel                     33 Std                     Then Sebastian                 53 Std

Then Simon                     117 Std                     Utz Martin                        14,5 Std

Utz Michael                    50,5 Std                     Weippert Tobias                12,5 Std

Zang Johannes                    4 Std                      Zobel Georg                        48 Std

 

Die Sanierung wurde stets von Foto- und Videokameras begleitet, was schließlich dazu führte, dass nicht weniger als über 1000 Bild- und Videoaufnahmen entstanden.


1.Putzabklopfen

Männer aus Stahl. Sie kennen keine Furcht vor Dreck, Staub oder Schmutz. Die Sanierung begann im Oktober 2010, kurz nach der Bremserfete, mit dem Entfernen des Putzes auf den Wänden. Hierfür nahm man Bohrmaschine, Hammer, Meißel und Besen zur Hand. 

 

2. Putzabklopfen

Um auch die höher gelegenen Stellen zu erreichen, bediente man sich vielerlei Hilfsmittel. Auf diesem Bild sieht man unsere Burschen auf einem Hilfsgerüst, welches wir kostenfrei von der Firma Zobel leihen durften.

  

3. Entrümpelung

Voll bis unters Dach. Während die eine Hälfte mit dem Abklopfen beschäftigt war, sorgte der Rest der Mannschaft für die Entrümpelung. Die alten Sofas, Tische, und sonstigen Möbel konnten einen ganzen 7,5t LKW bis zur Schmerzgrenze füllen.


4. Putzabklopfen

Die fleißigen Burschen mit ihren Spielgeräten in den Händen. Um die Arbeit erträglich zu machen, wurde meistens laute Rockmusik auf einem Baustellenradio abgespielt. Gelegentliche Pausen mit Gruppenfotos sorgten ebenfalls für die Aufrechterhaltung der guten Laune.


5. Sanierung des Innenhofs

Damit durch die marode Decke des Kellers kein Regenwasser mehr eindringt, wurde in Rücksprache mit der Gemeinde der Innenhof des Anwesens generalüberholt. Erster Schritt: Das Kopfsteinpflaster musste raus.


6. Vorbereitung der ersten Hälfte des Hofs fürs Betonieren

Der gesamte Unterbau des Pflasters musste ebenfalls Abtransportiert werden. Mit Schaufeln ging man hier zu Werk.

7. Leerohre für Versorgungsleitungen des Kellers

Damit auch im Benekeller fließendes Wasser, ein eigenes Heizsystem und eine eigene Stromverteilung installiert werden konnten, wurden im Belüftungsschacht des Kellers und in der Außenwand des vorderen Gebäudes Durchbrüche erstellt. Drei 160er Leerrohre sollten dem Bedarf gerecht werden.


8. Sandstrahlen

Um das alte Sandsteinmauerwerk schön anschaulich zu gestalten, wurde der gesamte Keller sandgestrahlt. Hierfür wurde eine Spezialfirma beauftragt. Wir konnten lediglich zusehen und für den nötigen Sandnachschub sorgen. Auf dem Bild lässt sich erahnen, wie staubig es zuging. Nur mit Schutzausrüstung war es möglich den Keller in dieser Zeit zu betreten.

 

9. Ausschalungen

Während des 3-tägigen Sandstrahlens ging es im Hof mit den Arbeiten weiter. Für den Regenwasserablauf und dem Schaufenster in den Kellerflur wurden Holzausschalungen angefertigt. Eine Schutzfolie zwischen Bodenaufbau und Beton sollte für Dichtigkeit sorgen.


10. Ergebnis Sandstrahlen

Das Ergebnis des Sandstrahlens kann sich sehen lassen. Alle Helfer waren begeistert von dem neuen Anblick. Vor allem die beiden Säulen in der Mitte des Raumes sorgten für großes, begeistertes Staunen. Für das Bild musste zunächst aber der gesamte Sand und der abgefallene Dreck aufgekehrt und per Eimer nach draußen getragen werden. Eine mühsame Arbeit, die durch das Auf und Ab über die Treppe, einiges an Zeit beanspruchte.

 

11. Betonieren der ersten Hofseite

Ende November 2010 wurde trotz Schneetreiben schließlich die erste Seite des Innenhofs betoniert. Der Beton wurde mit Schubkarren von der Straße aus durch den Flur in den Hinterhof bewegt. Die zweite Seite sollte im Sommer 2011 folgen.


12. Verlegung Fußbodenheizung und Stromkabel

Während es draußen allmählich kälter wurde, verlegte man im etwas wärmeren Keller die Rohre für die Fußbodenheizung. Außerdem wurden Leerrohre mit Stromkabel für die Bodenstrahler und Steckdosen verlegt. Gar nicht so einfach da noch den Überblick zu behalten.

13. Austausch eines Versorgungsrohres

Auch bei dieser Baumaßnahme gab es vielerlei Unstimmigkeiten. So kam es, dass eins der drei 160er Leerrohre wieder raus und einem anderem vorgefertigtem Leerohr weichen musste. Das neue Leerrohr hatte bereits vier integrierte Wasser- und Wärmeleitungen und war somit besser für unsere Zwecke geeignet.


14. Hofarbeiten auf der zweiten Seite

Im April 2011 wurde mit den Arbeiten im Innenhof fortgesetzt. Um das kräftezehrende Schaufeln zu erleichtern, wurde kurzerhand ein Minnibagger, mittels eines noch größeren Baggers, in den Innenhof gehoben.

 

15. Glasierung

Die Glasierung der Innenwände sollte für einen Schutzfilm sorgen, der den jetzigen Zustand der Wände erhält. Die nötige Maschine hierzu wurde uns wieder kostenfrei von der Firma Zobel zur Verfügung gestellt. Das nötige Material bezogen wir ebenfalls von dem Sommeracher Unternehmen.


16. Fertiger Innenhof


Seit März 2012 strahlt der Innenhof nun komplett in seinem Glanz. Der Notausstieg und diverse Kleinarbeiten, wie z.B. der Sockel an den Wänden, wurden 2013 ebenfalls fertig gestellt. Unterstützt wurden die Arbeiten im Hof stets von den Arbeitern der Gemeinde Sommerach. Auch verschiedene Gemeinderäte besuchten uns während den Umbauarbeiten, um den Fortschritt zu begutachten. Im hinteren Gebäude befindet sich die Bücherei.

  

17. Fertiger Keller